30.01.2019: 4.425,83 Euro für Musiktherapie

Bonn, den 30.01.2019. Bänker sind im Allgemeinen für Sorgfalt und Genauigkeit bekannt. Dazu gehört es selbstverständlich auch, Euro-Beträge bis auf die Nachkomma-Stellen exakt auszuweisen. Nicht so bei der persönlichen Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter der Volksbank Köln Bonn. Mittlerweile verzichten nämlich 282 Mitarbeiter auf die Cent-Beträge in ihrer monatlichen Lohntüte. Die kleinen Summen werden auf ein Sonderkonto gebucht und in regelmäßigen Abständen sozialen Projekten in der Region zur Verfügung gestellt.

Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz übergab jetzt symbolisch in einem Sparschwein 4.425,83 Euro an die kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren. Pütz erklärte: „Monatlich kommen rund 140, – Euro zusammen, die wir gerne weiterreichen. Das ist gelebte Solidarität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Menschen, die Hilfe benötigen!“

Zurzeit beteiligen sich ziemlich genau ein Drittel der rund 853 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der freiwilligen Aktion. Sie entscheiden über ein internes Abstimmungsverfahren, welche Initiative aus der Region jeweils die angesammelten Rest-Cents erhalten soll. Unter fünf Vorschlägen hatte sich eine große Mehrheit für das Kinderherzzentrum entschieden. Dort will man die Spende für die durch den gemeinnützigen Verein kinderherzen initiierte Musiktherapie verwenden.

Die Musiktherapie stellt ein emotionales und soziales Therapieangebot dar, dessen Zielgruppe insbesondere Kinder sind, die aufgrund ihrer Herzbehandlung einen langen Klinikaufenthalt zu bewältigen haben. Die Kinder sind dabei meist an viele medizinische Gerätschaften angeschlossen, die die Vitalfunktionen überwachen – und die häufig eine unangenehme Geräuschkulisse bilden. Die kleinen Herzpatienten haben Heimweh, leiden unter der Trennung von der Familie, sind oftmals lange an das Bett gefesselt und haben Schmerzen. Zudem können durch den langen Klinikaufenthalt Entwicklungsverzögerungen aufgrund fehlender Reize entstehen.

Durch den gezielten Einsatz von Musik wird eine therapeutische Wirkung erzielt. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen: entweder passiv, indem eine einfach Melodie vorgesungen oder vorgesummt wird oder aktiv, indem Musikinstrumente wie Glöckchen oder Klangstäbe mit einbezogen werden. Das weckt die Neugier der Kinder, animiert zum Mitmachen und wirkt sich positiv auf den Gemütszustand aus. Dazu erklärt Musiktherapeutin Julia Hüging: „Musiktherapie bietet kleinen Langzeitpatienten eine alle Sinne umfassende Entwicklungsförderung, die einen Kontrapunkt im Klinikalltag bildet. Je nach Alter und Zustand stellt sie entweder eine Klangoase dar, in der die Kinder zur Ruhe kommen können oder eine Zeit, in der sie eigenbestimmt aktiv musizieren und alles um sich herum vergessen können.“


Informationen zur Musiktherapie der kinderherzen am Deutschen Kinderherzzentrum Sankt Augustin unter www.kinderherzen.de/projekte/musiktherapie-beruhigt-herzkinder/

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Bilder zur freien Verwendung bitte mit Urhebervermerk: Wilhelm Wester/ Volksbank Köln Bonn

Bildunterschrift: Im Kinderherzzentrum Sankt Augustin: von links Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender Volksbank Köln Bonn, Julia Hüging , kinderherzen Musiktherapeutin, Jens Hirschfeld, kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren eV

Über kinderherzen

Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V.

Seit seiner Gründung 1989 ist es das oberste Ziel unseres gemeinnützigen Vereins, die Behandlungsmöglichkeiten für herzkranke Kinder weltweit entscheidend zu verbessern. Deshalb sind wir aktiv – in Deutschland und vielen Ländern weltweit. Transparent, unabhängig und vielfältig.

Säulen unseres Handelns sind Forschung, Therapie, Ausstattung von Kinderherzzentren, Weiterbildung von Fachpersonal und Internationale Nothilfe. Wir forschen an rund 20 Standorten in ganz Deutschland. Wissenschaftliche  Studien ermöglichen interdisziplinären  Austausch auf Spitzenniveau. Durch uns initiierte Therapiemaßnahmen stellen hochemotionale und soziale Angebote dar und bieten kleinen Langzeitpatienten eine alle Sinne umfassende Entwicklungsförderung. Unsere Internationale Nothilfe ermöglicht herzkranken  Kindern aus Krisengebieten eine  lebensrettende Operation direkt in ihrem Heimatland. 


Wir statten Kinderherzzentren mit modernster und schonender Technik aus. Die Förderung von Maßnahmen zur Weiterbildung und Schulung von Medizinern und Pflegepersonal sorgt nachhaltig für bestmögliche Expertise aller handelnden Akteure.

Weiterführende Information über unsere Arbeit finden Sie online unter www.kinderherzen.de

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Jens Hirschfeld
kinderherzenFördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V.
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